Mein Werdegang

Ich habe Altamerikanistik und Geschichte an der Freien Universität Berlin studiert. Von 2005 bis 2009 war ich Doktorand am Promotionskolleg „Formations of the Global“ der Universität Mannheim und wurde 2009 mit der Arbeit Die Missionarische Gesellschaft. Mikrostrukturen einer kolonialen Globalisierung bei Professor Erich Pelzer promoviert. In der bei Franz Steiner, in der Reihe Missionsgeschichtliches Archiv als Band 17 publizierten Arbeit geht es um einen transkonfessionellen und transkolonialen Vergleich missionarischer Unternehmungen zur Etablierung neuer sozialer Strukturen in Abhängigkeit zu den lokalen Verhältnissen.

Nach drei Jahren als Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Geschichte der frühen Neuzeit an der Universität Mannheim, wechselte ich 2011 an das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. Dort arbeite ich an Fragen globaler Wissens- und Technologietransfergeschichte. Als Mitglied des SFB „Transformationen der Antike“ von 2013 bis 2016 befasste ich mich mit frühneuzeitlicher Mechanik.

2017 bis 2024 war ich Mitglied im SFB 980 „Episteme in Bewegung“ und habe zur Bergbaugeschichte im Europa der frühen Neuzeit gearbeitet. Schwerpunktmäßig habe ich die Entwicklung von Wissen über Steinkohle im 18. und 19. Jahrhundert in Europa, Lateinamerika und Asien mit besonderer Berücksichtigung der Umweltgeschichte erforscht. Das Buch „Kohlezeit“ ist im Campus Verlag erschienen.

Neben der Umweltgeschichte, arbeite ich zu kulturhistorischen Fragen in der aktuellen Globalgeschichtsschreibung. Missionsgeschichte bleibt ein wichtiges Thema und mit den politischen Diskussionen der letzten zehn Jahre habe ich auch im Feld der Migrationsgeschichte gearbeitet. Besonders in Feldern Umwelt- und Migration habe ich meine Tätigkeiten als in der Public History, der Kommunikation und der partizipativen Forschung ausgeweitet. Dieses Wissen kann ich in meiner derzeitigen Stelle als Koordinator der „Deliberation Agora“ gut einbringen und weiterentwickeln.