Mission transnational, trans-k/colonial, global.

SierraLeoneHofstra2.2
Das Fourah Bay College in Freetown (Sierra Leone) ist einer der im Artikel behandelten Orte.

Der Sinn dieses Beitrags war (und ist es unverändert heute), auf den Call-for-Articles der Schweizerische Zeitschrift für Religions- und Kulturgeschichte zu reagieren, die ein Themenheft zu transnationalen Perspektiven in der Mission und Missionsgeschichtsschreibung ausgelobt hatten. Transnationale Perspektiven auf Geschichte bergen den Vorteil, nationale Verkürzungen an solchen Stellen zu vermeiden, an denen ein erweiterter Blick notwendig und für die Erkenntnis von Zusammenhängen weiterführender ist. Jedoch kann das Nationale und damit auch die transnationale Geschichte für Missionsgeschichte nicht alle die seinerzeit möglichen Verbindungen beschreibbar machen. Der Aufsatz stellt verschiedene Situationen transkolonialer Verbindungen vor: Missionare aus einem anderen Land, Verbindungen zwischen Missionierten über Kolonialgrenzen hinweg, Verbindungen zwischen Missionierten und nicht-Missionierten. Außerdem kann eine solche transkoloniale Perspektive dazu beitragen, relativ kurzzeitig auftretende lokale Verschiebungen, die für die Ausrichtungen und Richtungsentscheidungen der Missionen von Bedeutung sind, eingehender als bisher zu berücksichtigen.

Den Aufsatz habe ich kurz nach der Fertigstellung meiner Dissertation geschrieben. Er verwendet recht viel während der Dissertation gewonnenes Archivmaterial und versucht gleichzeitig, einen anderen Akzent zu legen. Das Argument, dass die lokalen Bedingungen besonders wichtig sind, bildet die Grundlage für die Dissertation „Die missionarische Gesellschaft“ und diesen Zeitschriftenartikel.

The purpose of this contribution was (and remains unchanged today) to respond to the Call-for-Articles of the Swiss Journal for Religious and Cultural History, which had offered a thematic booklet on transnational perspectives in mission and mission history writing. Transnational perspectives on history have the advantage of avoiding national shortening in those places where a broader view is necessary and more far-reaching for the recognition of contexts. However, the national and thus also the transnational history for mission history cannot make all the conceivable connections describable. The essay presents various situations of transcolonial connections: Missionaries from another country, connections between missionaries across colonial borders, connections between missionaries and non-missionaries. In addition, such a transcolonial perspective can contribute to a more detailed consideration of relatively short-term local shifts that are important for the orientations and choices of direction of the missions.

The essay was written shortly after the completion of my dissertation. The paper uses quite a lot of archive material gained during the dissertation and at the same time tries to set a different accent. The argument that local conditions are particularly important forms the basis for the dissertation „The Missionary Society“ and this journal article.

Vollständige Angabe:
Helge Wendt, Mission transnational, trans-kolonial, global. Perspektivverschiebungen in der Missionsgeschichtsschreibung, in: Schweizer Zeitschrift für Religions- und Kirchengeschichte 105 (2011), 95–116.

Der Aufsatz ist mittlerweile auch online zugänglich auf der Seite der e-journals der ETH Zürich: zum Artikel

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